Ein weiterer Blick auf Warframe

Seit meinem ersten Beitrag über das free to play Spiel „Warframe“ sind inzwischen einige Spielstunden vergangen und ich konnte einiges erleben. Zum einen muss ich die Community an sich loben, die ich persönlich als sehr Angenehm empfunden habe. Man bekam in kurzer Zeit auch von erfahrenen Spielern Hilfe und Tipps, wie man weiter kommt. Zum Anderen – die Story. Ich wurde angenehm überrascht und selbst das typische Grinding von Free 2 Play Spielen hält sich in Grenzen. Kurz gesagt: man könnte es glatt vergessen, dass das Spiel gratis ist. Doch eines nach dem Anderen.

Nach den ersten Spielstunden versuchte ich mich durch die ersten Missionen zu ballern und schaffte dies auch mit mäßigem, jedoch zweifelhaften Erfolg. Ich tat was ich konnte und hie und da kam ein großer, altgedienter Spieler und nahm mich bei der Hand und gab mir erste Schützenhilfe, so wie ich es brauchte. Doch das war alles nur temporär und ein schneller Schub, der mich unterm Strich noch weiter in die Probleme ritt, die ich damit vermeiden wollte: Ich hatte weder die passende Ausrüstung, noch das passende Wissen über die ‚Mods‘ um die Ausrüstung entsprechend aufbauen zu können. Mit anderen Worten, ein richtiger N00b wie aus dem Bilderbuch. Große Träume und bei weitem zu wenig Feuerpower um auch nur eine Tasse Tee zu wärmen.

Mein erster Gedanke war, ich brauchte eine neue Waffe. So kam es, dass mich eine Spielerin bei der Hand nahm und mir erklärte, dass dies machbar sei. Sie wisse sogar, wie sie mich weiter bringen könne. Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste war, dass ich zwar mit meiner Denkweise nur teilweise richtig lag und in die nächste Sackgasse rannte. Mit der neuen Ausrüstung ging es zwar einigermaßen, bis ich wieder vor dem unvermeidlichen Punkt stand, dass nichts mehr ging.

In mühevoller Kleinstarbeit und mit viel Geduld brachte mir jene Spielerin bei, was es hieß, eine Waffe in Warframe aufzubauen. Es folgten einige Erklärungen, die manches mal vielleicht etwas altklug geklungen haben mochten, aber ich bin immer noch für jede Einzelne davon dankbar. Ich begann die Spielmechanik schön langsam zu verstehen und aus der Mentorin wurde eine Freundin, die sich dadurch auszeichnete, dass sie sich auch über meine kleinen Erfolge freuen konnte und diese auch herbeiführte indem sie mich in Situationen brachte, die ich zu meistern hatte.

Irgendwann folgte dann der Punkt, an dem wir einfach so anfingen, über Dinge im Spiel zu fachsimpeln und wir spielten als Team und schließlich in einem Clan als Schwestern im Geiste. Das sind Dinge die ich nie in einem anderen Spieleuniversum auf diese Weise erlebt hatte und auch genauso jene, die ein Spiel für mich ausmachen. Die Community.

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