Auf der Suche – Teil 2

Nachdem ich und meine Bekannte nun wie angedroht losgezogen sind, wurde es Zeit für die lieben Verkäufer in sanfte Panik zu verfallen und die Verkaufsstätten zu verlassen, sobald sich „der kleine Schwarze“ nähert. Doch diese Warnung kommt offensichtlich im Ländle zu spät an und wir sehen uns die „Automeile“ in Dornbirn an. Die Automeile ist ein Stück Straße an dessen Rändern sich zahlreiche Autohändler und Vertragswerkstätten breit gemacht hatten. Für uns brachte das den entsprechenden Vorteil, dass wir viele Marken auf wenigen Kilometern in entsprechender Manie abklappern konnten.

Die Meisten Autos und -Marken fielen durch das mangelnde Angebot an SUV Fahrzeugen mit Panorama-Dach schon mal aus, sofern sie nicht mit der Hürde der Ersatzteilbeschaffung schon im Vorfeld ins Aus gingen. Somit wurde die Liste der zu besichtigenden Autos auf etwa 12 eingegrenzt, wovon gut die Hälfte aus dem budgetären Rahmen fiel. Dennoch wurden sie angeschaut und fachgerecht zerlegt um ein Bild zu haben, was die Anderen so liefern.

Die Tests dabei waren sehr einfach gehalten. Zum Einen, der Einstieg. Komme ich mit meinen 181 cm Körperhöhe inclusive High Heels überhaupt in den Wagen rein? Die Anzahl der Modelle schrumpfte bedenklich und die Stilblüten der transpirierenden Händler wurde immer geistreicher wie zum Beispiel ein Fingerzeig auf den Wrangler nebst panisch aufgerissenen Augen und dem Satz „Gegen den muss ich antreten?!?“

War die erste Testphase ein reines Ein- und Aussteigen, kam der zweite Test: Handtasche im Fußraum des Beifahrers. Bringt man den Survival Kit der modernen Frau auch wirklich dort unter oder fraß die großzügig dimensionierte Mittelkonsole alles auf? Schlimmer geht immer.

Dann der obligatorische Rundum-Marsch meiner Kollegin, die den Überblick des Autos testete. Und ich muss euch sagen, wenn die Einparkhilfe vorne eine Berechtigung hat, dann ist der Wagen nicht gerade das, was ich als übersichtliches Fahrzeug einstufen würde.

Wenn man nun den Händler richtig in die Enge treiben will, folgt nun der Blick in die Motorhaube, um zu sehen ob die Glühlampen auch wirklich alleine wechselbar sind – garniert mit der Frage ob der Turbolader als Verschleißteil gehandelt wird und in welcher Richtung die Garantie auf Durchrosten nun wirklich gilt. Wer glaubt dass diese Dinge so einfach erfragen kann, der irrt. Aber die Blicke der Händler sind es dabei echt wert.

Auto für Auto ging durch den Test und wir konnten das Feld auf drei Fahrzeuge eingrenzen, die die engere Wahl bildeten. Für die letzte Entscheidungsrunde muss jedoch das fatale Trio aufwarten.

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5 Responses

  1. Savi sagt:

    Und ja ihr zwei heizt den armen Verkäufern echt ein, und das knallhart! 😀

  2. Werner sagt:

    Ich bin einer der „aufgesucht“ wurde! Aber ich habe nicht schwitzend den Verkaufsraum verlassen, nein ganz im Gegenteil. Rei, die „Mechanikerin“ und ich hatten Spaß am gegenseitigen „abtasten“. Ich habe zwei wirklich nette Damen kennen gelernt die wissen/wussten was sie wollten.

    • Rei sagt:

      Es gab dennoch genügend Verkäufer, die mit unseren Anfragen etwas überfordert waren und alles Andere erwartet hatten. Das normale Marketing-Gewäsch, mit dem man im Normalfall abgespeist wird, zieht eben auf der technischen Ebene nicht mehr 😉

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