Das Navi am Handy in der Praxis

Nachdem ich schon so viel über Mobiltelefone als Navigationsgeräte vorgeschwärmt bekommen hatte, habe ich mir einmal den Praxistest vorgenommen und bin mit ein paar Geräten ins Auto gestiegen. Unsere Kandidaten sind Smartphones, die es in fast jedem Handyshop zu kaufen gibt und ein Navi: ein iPhone, ein Android Handy und ein altes TomTom als Vergleich mit einem klassischen Navi.

Was dabei gleich auffällt ist, dass die Mobiltelefone dem Navi zwar CPU-Technisch auf der ganzen Linie überlegen sind, jedoch nebenher auch noch ein paar andere Dinge zu erledigen haben, wie zum Beispiel die Kommunikation mit den sozialen Netzwerken, welche uns gleich schon zum ersten Kritikpunkt bringt:

Mobiltelefone neigen dazu, die Anzeige mit Statusmeldungen aufgrund von Hintergrund-Apps zuzupflastern. Das heißt, sobald jemand meiner Freunde auf Facebook seinen Status ändert, will beim iPhone eine Meldung bestätigt werden. Beim Android Telefon kamen andere Apps in die Quere, welche sich jedoch problemlos deaktivieren lassen, mit Ausnahme von Telefonanrufen.

Ein Vorteil der Mobiltelefone ist, dass bei den Navigationssystemen Daten aus dem Internet sehr leicht nachgeladen werden können, was ich jetzt mal als einen eindeutigen Pluspunkt für die Telefone werte, wenn da nicht Dinge wie Roamingkosten und ähnliche Stolperfallen im Ausland wären.

Rein äußerlich gesehen ist der Unterschied zwischen Navi und Mobiltelefon in der Halterung im Auto gar nicht so groß, da man beim Telefon durch den GPS Sensor sehr viel Strom verbraucht und daher auch am Ladekabel im Auto hängt.

Für mich sind die Navigierenden Mobiltelefone eher eine Notlösung bzw. als Spielzeug einzustufen, obwohl es an der Software nichts auszusetzen gab. Grund dafür ist die mangelnde Displaygröße und eben die weiteren Funktionen eines Handys, die den Navigationsbetrieb stören – Frei nach Murphy: gerade dann, wenn man das Navi braucht, kommt ein Anruf…

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10 thoughts on “Das Navi am Handy in der Praxis”

  • das hätte ich dir aber schon 2010 zu silvester mitteilen können… da wurde ich von meiner frau mit ihrem apferlfon zwangsbeglückt, obwohl das navi mehr oder weniger griffbereit im kofferraum gelegen ist…

    navi-epp am hallofon ist wie mit der kaffeemaschine das frühstücksei zu kochen, es geht, ist aber am sinn der maschine vorbei… und außerdem wirkt das wie zu guter architektur zu tanzen…

  • Ich hab’s mal mit meinem Android Handy und Tablet ausprobiert, damit ich hier mitreden kann:

    Also grundsätzlich ist es ja egal, was einem da in der Scheibe hängt – Hauptsache man bekommt die Infos korrekt und kommt ans Ziel. Bei meinem Test muss ich sagen, dass das Kartenmaterial vom Handy etwas alt war, auch wenn es eben frisch aus dem Netz gezogen wurde. Ansonsten kann ich jetzt nicht klagen dass mir irgendwelche Benachrichtigungen dazwischengefunkt hätten.

    Zugegeben, das Tablet in der Windschutzscheibe kleben haben ist ein bisschen groß, aber klappen tut’s.

  • warten wir mal ab, bis stargazer das iPad3 in die finger bekommt… dann kann er sich vielleicht auch noch sämtliche kaffeeautomaten in der karte brauchbar anzeigen lassen!!! 😉

  • Leute, das mit dem Kaffee anzeigen geht mit OpenStreetMap – ihr werdet lachen, aber dazu brauche ich (cr)apple nicht.

    Jetzt mal wieder ernst: Ich finde es inzwischen schon ganz nett, wenn das Handy als Navi funktionieren kann, da uns das schon im wilden Tschörmanien eine Hilfe war.

  • wie wild war denn das tschörmanien, daß man dort nimmer deutsch oder eine abart davon gesprochen hätte? oder wirst du auf deine alten tage wieder schüchtern???

  • Das war schon jenseits dessen wo die Mauer stand. Mit deren Wegbeschreibungen komme ich nicht wirklich klar, da diese mitunter Bauten beinhalten, die vor Jahren dort standen.

  • klingt, als würdest du dir eine wegbeschreibung von einer vorarlbergerin einholen… du brauchst nur „bauten, die vor jahren dort standen“ durch „geschäfte“ ersetzen… 😉

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