Gesetz oder Irrsinn?

Ich habe gestern ein interessantes Mail bekommen, welches mich auf eine Rechtliche ‚Ungereimtheit‘ oder besser gesagt Frechheit hingewiesen hat.

Sehen wir uns einmal folgende Situation in der Theorie an: Ein Einbrecher bricht bei einem Haus ein und findet sich bei einem Giftschlangenbesitzer und wird – warum auch immer – gebissen. Ob nun unser fiktiver Dieb dabei draufgeht oder nicht ist jetzt für dieses Beispiel genau soviel Nebensache wie die Laune von Schrödingers Katze.

Fakt ist, der Besitzer des Hauses hat mit rechtlichen Folgen zu rechnen hat. Sowas finde ich persönlich den Hammer.

Alles was Recht ist…

14 Comments

  1. Du sagst es: Alles was Recht ist (muss nicht unbedingt mit Logik zu tun haben) – Ich persönlich halte dieses Gesetz für Irrsinn, aber dennoch würde mich der Hintergrund dahinter interessieren, wie man auf solche Ideen kommt

  2. Du sagst es… Aber die Hintergründe würden mich doch schon interessieren, wie man auf solche Ideen kommt

  3. das würde bedeuten, wenn bei mir jemand einbricht und unseren bully überlebt und dann vom geier zerhackt wird, dann bin ich dafür haftbar??? dann erschieß ich ihn aber vorher, oder erschlag ihn zumindest mit einem nassen waschlappen oder erstech‘ ihn mit einem suppenschöpfer… weil dann will ich wenigstens fünf minuten spaß, bevor ich hinter die gardinen muß…

  4. Unter uns gesagt, halte ich es da leicht mit den Amerikanern, dass man sich im eigenen Haus wehren dürfen soll. Denn wenn jemand sich mit einem Wachhund anlegt, isser selber schuld.

  5. wobei ich jetzt anmerken muß, daß unser bully-mädchen von einem wachhund genauso weit entfernt ist wie eine mücke von einem elefanten… französische bulldoggen sind eher kampfschmuser denn wachhunde! aber umso gefährlicher ist unser papagei… da würde jeder einbrecher freiwillig selbst die polizei zur rettung rufen!

  6. Ist der Effekt nicht der Selbe?

  7. nur peripher… die meisten wachhunde können nicht fliegen!

  8. Stellt sich einem die Frage was ist wenn der Einbrecher im dunkeln über einen Teppich stolpert und sich was bricht …

    Keine Teppiche in Wohnungen ?

  9. Ich hab zu dem Thema mal ein paar Zeilen in Richtung Lawblog geschossen, in der Hoffnung dass Udo uns dazu etwas Licht in die Sache bringen kann…

  10. In diese Richtung gibt es noch mehr Gesetzte z.B. dass der Hausbesitzer die Pflicht hat, den Bürgersteig vor seinem Haus vom Schnee zu befreien (auch wenn dieser nicht zu seinem Grundstück gehört, denn der Bürgersteig gehört ja eigentlich zur Straße und diese gehört normalerweise der Gemeinde, dem Land und somit auch dem Bund). Ist jetzt eben dieser besagte Bürgersteig vereist und bricht sich darauf einer das Bein, ist der Hausbesitzer, dessen Haus eben blöderweise dahinter steht haftbar für die Verletzung – da frag ich mich dann, weshalb der Hausbesitzer dafür haften soll, der Fußgänger hat doch auch Augen im Kopf und könnte wo anders entlang gehen … und wieso muss der gerade an meinem Haus vorbei gehen, ich will doch Privatsphäre und zu dem mag ich nicht den Mist von Anderen auflesen.

  11. Genialer geht’s nur noch in den Staaten – in Connorsville, Wisconsin zum Beispiel dem Mann verboten, eine Waffe abzufeuern, wenn seine Frau einen Orgasmus hat.

    Laut amerikanischem Recht darf man auf seinem Grundstück einen Einbrecher erlegen. Nett kombiniert müsste es der Einbrecher nur überleben und erklären, dass die Frau in diesem Moment einen Orgasmus hatte…

  12. Ein anderes Irrsinnsgesetz ist folgendes: Ein Kindergarten wird erst um 6.30 h geöffnet. Nun bringt der nette Elternteil seinen Nachwuchs bereits um 6.15 h. Die Pädagogin weist den Elternteil darauf hin, dass die Öffnungszeit erst 6.30 h ist und sie noch andere Tätigkeiten hat und daher sich nicht um den Nachwuchs kümmern kann, zu Mal sie einige Häuser weiter noch ein Frühstück für sämtliche Nachwüchse besorgen muss. Elternteil will mit Nachwuchs nicht frieren, da noch relativ winterliche Verhältnisse herrschen. Pädagogin hat Verständnis und lässt die beiden in den Eingangsbereich, geht um das Futter für den Nachwuchs zu besorgen. Kommt zurück und der kleine Nachwuchs vom Zufrühkommer (Anmerkung: dieser ist erst 1 1/2 Jahre alt und hat grad das Laufen gelernt und ist grad soweit, dass er sämtliche Kästen usw. ausräumen muss/will) ist alleine zurück geblieben, da sein Erzeuger gedacht hat, da er nicht bis zum Türgriff reichen kann, kann er ihn ohne Aufsicht hier lassen, da ja die Pädagogin spätestens um 6.30 h zurück ist und geht arbeiten. Erstens schreit sich der kleine Nachwuchs fast die Stimme raus und zweitens wäre das Kleine auf die Idee gekommen z.B. an der Spülmaschine in der Küche herum zu hantieren (das übrigens ein Gastroteil ist und verdammt heißes Wasser drin steht) wäre nicht der Elternteil für schuldig gesprochen worden, sondern die Pädagogin wäre mit Aufsichtspflichtverletzung dran. Denn sobald die Türschwelle des Kindergartens übertreten wurde, fällt es in ihre Aufsicht. Das heißt, am besten ist es für alle beteiligten, man lässt Zufrühkommer draußen erfrieren, dann hat man weniger Ärger.

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