Sich selbst Feind sein

Ich mache mir mit der Zeit wirklich Sorgen, wenn ich die neuesten Nachrichten über unsere Jugend mitbekomme. Die Tage hat sich wieder jemand ins Jenseits gesoffen. Warum?

Gut, als Aussenstehende habe ich immer leicht reden und weise Sprüche zu klopfen. Aber was ändert das an unserem Verhalten? Würde jemand dafür aufhören zu trinken? Was ist mit den Vorbildern, den Erwachsenen?

Ich für meinen Teil kann nur behaupten, dass ich aus Prinzip schon nicht trinke, da ich es als äusserst unvorteilhaft betrachte, wenn man sich selbst nicht unter Kontrolle hat – was gerade beim Autofahren lethale Folgen haben kann und oft zum Tod von unbeteiligten Mitmenschen führt…

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5 Responses

  1. Grazer sagt:

    also, wenn ich am steuer bin, dann wird generell nix getrunken und das wird auch von allen akzeptiert… wenn nicht, ich muß ja nicht dort bleiben…

    daß ich generell nix trinke, kann ich nicht grad sagen, aber ich bin auch in diesem punkt ein genießer… damit will ich sagen, wenn es passt, dann kann schon mal ein guter, mindestens 12-jähriger whiskey meinen magen füllen, aber eben nur ein glas davon, so richtig zum genuß…

    und sollte es mal mehr werden, dann weiß ich im regelfall immer, was dabei los war, auch wenn es sich manchmal anders anhört…

    die ganze sache mit dem „koma-saufen“ oder „flatrate-saufen“, das allerdings sind schon auswüchse, die auf keinen fall sein müssen… auch so aktionen, wie es eben in manchen lehrbetrieben standart ist, daß die lehrlinge nach der arbeit oder auf weihnachtsfeiern „niedergeschüttet“ werden müssen, das finde ich einfach verwerflich und solche aktionen müssen nicht sein…

    nur, was kann man dagegen tun? den nachwuchs nicht mehr zur firmenweihnachtsfeier gehen lassen? das kann aber nicht die lösung sein! hier liegt definitiv die verantwortung bei den lehrbetrieben, oder etwa nicht? und da liegt auch oft der grundstein für einen zukünftigen alkoholtoten mehr in der statistik…

  2. Stargazer sagt:

    Ich sehe es mit den Grenzen als Problem. Weil die meisten Leute nicht einmal merken, wenn sie zuviel erwischt haben – da sie durch das dauernde in sich hineinschütten diese nicht mehr kennen.

    Es kommt zu oft das ‚Ich weiss wo meine Grenzen sind‘-Argument.

    Was solche Weihnachtsfeiern betrifft, ist es auch ein Zeichen von Courage, wenn man einmal einfach NEIN sagen kann…

  3. Grazer sagt:

    „Ich kenne meine Grenzen“ ist doch noch nie ein Argument,sondern immer schon eine Ausrede für sinnlose Aktionen gewesen… Gilt für’s Saufen genauso wie für’s Rasen… Seien wir mal ehrlich, wie oft verwenden wir diese Ausrede??? Zu oft…

    Sogar ich selbst geb‘ das von mir, wenn mich mal einer der Jungen auf vielleicht mal zu hohes Tempo anspricht, aber ist diese Meldung ausreichend? Nicht wirklich… Nur weil ich früher mal Rennen gefahren bin, heißt das noch lange nicht, daß ich die heute gültigen Grenzen kenne… Und beim Trinken ist das doch genauso! Fazit: Ich trinke zum Genuß, zur Entspannung, so abends mal bei passender Stimmung ein Gläschen edlen Whiskey, aber mehr ist nicht drin!

    Courage, nein zu sagen? Ich will das nicht als Courage werten, denn es geht dabei immerhin um mein eigenes Leben! Und das sollte es mir wert sein, bei solchen Anlässen auch mal ein deutliches „Nein“ von mir zu geben, aber wie sieht das bei unserer Jugend aus? Wer vermittelt ihnen denn die Werte des Lebens? Eltern? Lehrer? Kollegen und Freunde? Und welche Werte sind das dann???

    Vielleicht sollte man dort ansetzen, etwas zu ändern, OHNE Schuldige zu suchen und Schuldzuweisungen zu treffen, denn die Werte müssen WIR ihnen aktiv vorleben und nicht von irgendjemanden verbal erklären lassen… SIE müssen sehen, daß diese Werte gelebt werden!

  4. Toei Rei sagt:

    Das Problem ist einfach, dass wir – als Mensch – immer wieder zu wenig weitsichtig denken. Es wird zu wenig an die Konsequenzen gedacht.

    Nur – was ist mit entsprechenden Lösungen?
    Viele Familien sind zerrüttet und die Eltern werden schnell durch Fler oder Green Day ersetzt. Und in den Charts werden Drogen, Suff und Kriminalität besungen, da es ‚in‘ ist, ‚Gangsta‘ zu sein…

  5. Grazer sagt:

    für fler oder green day bin ich offenbar zu alt… aber im grunde genommen hast du recht, ein problem ist sicher in der familie zu suchen… lösungsansätze sollten aber auch dahingehend von politischer seite kommen, oder nicht? und nicht nur „neue und härtere gesetze“, sondern auch entsprechende unterstützung, damit eine familie auch familie bleiben kann…

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